Ein Wohlfühlgericht, das am nächsten Tag noch besser schmeckt
Stellen Sie sich vor: ein herzhaftes Gericht, das Sie ganz entspannt am Vorabend zubereiten, das die ganze Küche in ein duftendes Aroma hüllt – und das aufgewärmt sogar noch köstlicher ist als frisch aus dem Ofen. Genau das ist dieser Hachis Parmentier mit Hähnchen und Lauch. Cremig, zart, niemals trocken. Einmal kochen, zweimal genießen.
Die Zutaten für einen Hachis Parmentier, der saftig bleibt
Für 6 Personen benötigen Sie folgende Zutaten:
- Kartoffeln: 900 g mehligkochende Kartoffeln (z. B. Bintje, Agata oder Marabel)
- Hähnchen: 500 g gegaartes, zerzupftes Hähnchenfleisch (Reste vom Brathähnchen oder pochierte Brustfilets)
- Lauch: 2 große Stangen Lauch (ca. 500 g vor dem Putzen)
- Zwiebel: 1 große gelbe Zwiebel
- Butter: 60 g ungesalzene Butter + etwas zum Einfetten der Form
- Milch: 300 ml halbfette oder Vollmilch
- Sahne: 150 ml Schlagsahne mit 30 % Fettgehalt – das ist entscheidend für die Cremigkeit
- Öl: 1 EL Olivenöl
- Senf: 1 TL scharfer Senf
- Geriebener Käse: 120 g Comté, Emmentaler oder Gruyère
- Salz und Pfeffer: feines Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Können Sie sich den Duft aus dem Ofen schon vorstellen? Dann geht es jetzt los mit der Zubereitung.
Ein samtiges Kartoffelpüree, das nicht austrocknet
Das Geheimnis eines Hachis Parmentier, der zart und saftig bleibt, liegt vor allem im Püree. Weder zu flüssig noch zu fest – einfach herrlich cremig.
- Die 900 g Kartoffeln schälen, abspülen und in gleichmäßige große Stücke schneiden.
- In einem Topf mit kaltem Salzwasser ansetzen, sodass die Kartoffeln vollständig bedeckt sind.
- Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten garen. Mit einem Messer einstechen: Wenn es mühelos hineingeht, sind sie fertig.
- Gut abgießen und die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Stampfer zerdrücken. Einen Mixer unbedingt vermeiden – er macht das Püree klebrig und zäh.
- Die 60 g Butter in kleinen Würfeln unterrühren und schmelzen lassen.
- Die 300 ml Milch erwärmen und nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten, bis eine geschmeidige, glatte Konsistenz entsteht.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Püree sollte etwas weicher sein als gewöhnlich – es festigt sich beim Backen leicht.
Tipp: Wenn Sie das Gericht am Vorabend vorbereiten, machen Sie das Püree lieber etwas cremiger. Ein etwas zu trockenes Püree führt dazu, dass der Auflauf am nächsten Tag bröckelig wird.
Die unwiderstehliche Hähnchen-Lauch-Füllung
Statt des klassischen Rindfleischs sorgt beim Hähnchen-Hachis-Parmentier das zarte Geflügelfleisch für eine leichtere, aber ebenso genussreiche Variante. Der Lauch bringt eine wunderbare milde Süße mit, die in Kombination mit der Sahne einfach unwiderstehlich ist.
- Die 2 Lauchwurstangen gründlich putzen. Der Länge nach halbieren, gut zwischen den Blättern abspülen und dann in feine Ringe schneiden.
- Die gelbe Zwiebel schälen und fein würfeln.
- In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen.
- Zwiebel und Lauch dazugeben und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 10 bis 12 Minuten unter häufigem Rühren dünsten, bis beides weich und glasig ist.
- Die 500 g zerzupftes Hähnchenfleisch einrühren und gut verteilen.
- Die 150 ml Schlagsahne und den 1 TL Senf unterrühren.
- Alles 2 bis 3 Minuten köcheln lassen. Leicht salzen und großzügig pfeffern.
- Die Füllung abschmecken: Sie sollte gut gewürzt und leicht cremig sein. Diese Feuchtigkeit verhindert später das Austrocknen des Auflaufs.
Wer Reste vom Brathähnchen verwendet, sollte die Haut vor dem Zerzupfen sorgfältig entfernen. So wird die Füllung gleichmäßiger und angenehmer im Geschmack.
Den Hähnchen-Hachis-Parmentier schichten und backen
Jetzt kommt der schönste Teil – das Zusammensetzen. Hier nimmt das Gericht endlich seine finale Form an.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder Umluft vorheizen.
- Eine große Auflaufform (ca. 30 x 20 cm) großzügig mit Butter einfetten.
- Die Hähnchen-Lauch-Füllung gleichmäßig auf dem Boden der Form verteilen und mit einem Löffelrücken glattstreichen.
- Das Kartoffelpüree vorsichtig darauf verteilen. Sie können die Oberfläche glattstreichen oder mit einer Gabel ein Muster einziehen – das ergibt eine schöne Kruste.
- Die 120 g geriebenen Käse gleichmäßig darüberstreuen.
- Im vorgeheizten Ofen etwa 25 Minuten backen, bis die Oberfläche schön goldbraun ist und die Ränder leicht blubbern.
- Wer eine besonders knusprige Kruste möchte, kann den Auflauf in den letzten 2 bis 3 Minuten unter den Grill schieben – aber bitte dabei bleiben!
Nach dem Backen den Auflauf noch 10 Minuten ruhen lassen, bevor er serviert wird. Die Flüssigkeiten verteilen sich neu und die Konsistenz setzt sich. Dieses kurze Warten macht oft den entscheidenden Unterschied.
So bereiten Sie den Auflauf am Vorabend vor und wärmen ihn auf, ohne dass er austrocknet
Genau hier wird dieses Rezept wirklich zum Liebling. Den Hachis Parmentier vollständig am Vorabend zubereiten und am nächsten Tag aufwärmen – das funktioniert hervorragend. Und tatsächlich schmeckt er aufgewärmt sogar noch besser.
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So gehen Sie vor:
- Den Hachis Parmentier wie beschrieben zubereiten und einmal vollständig durchbacken.
- Anschließend vollständig bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Die Form abdecken (mit Frischhaltefolie, einem Deckel oder Alufolie) und bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
So wärmen Sie ihn auf, ohne dass er austrocknet:
- Die Form 15 bis 20 Minuten vor dem Aufwärmen aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie etwas Temperatur annimmt.
- Den Backofen auf 170 °C vorheizen.
- Die Form mit Alufolie abdecken, um den Dampf im Inneren zu halten.
- Je nach Dicke des Auflaufs etwa 20 bis 25 Minuten erwärmen.
- In den letzten 3 bis 5 Minuten die Folie abnehmen, damit der Käse wieder schön knusprig wird.
Das Geheimnis hinter der anhaltenden Saftigkeit ist die Sahne in der Füllung zusammen mit dem schonenden Aufwärmen. Das Fett schützt das Hähnchenfleisch und den Lauch, der entstehende Dampf macht das Püree wieder geschmeidig. Das Ergebnis: ein Hachis Parmentier, der nicht auseinanderfällt, herrlich zart bleibt – auch noch am nächsten Tag.
Beilagen-Ideen für ein vollständiges Mahlzeit
Dieser Auflauf ist bereits ein rundum sättigendes Gericht. Eine frische oder knackige Beilage sorgt für die perfekte Balance.
- Knackiger grüner Salat: Batavia, Eichblattsalat oder Kopfsalat mit einem Apfelessig-Dressing. Die leichte Säure bildet einen schönen Kontrast zur Cremigkeit des Auflaufs.
- Zitronierte Karottensalat: 400 g geriebene Karotten, Saft einer halben Zitrone, 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Farbenfroh und erfrischend.
- Chicorée-Salat mit Walnüssen: 4 Chicoréeköpfe, 40 g Walnüsse, etwas gewürfelter Comté und ein mildes Dressing. Die feine Bitterkeit des Chicorées harmoniert wunderbar mit Hähnchen und Lauch.
An einem gewöhnlichen Abend reicht ein einfacher grüner Salat vollkommen aus. Für ein Sonntagsmittagessen können Sie eine kleine kalte Vorspeise voranstellen oder ein fruchtiges Dessert zum Abschluss servieren.
Praktische Tipps und Variationen zum Ausprobieren
Wer diese Grundlage einmal beherrscht, kann das Rezept ganz leicht nach dem anpassen, was gerade im Kühlschrank wartet.
- Ersetzen Sie einen Teil der Kartoffeln (etwa 300 g) durch Möhren oder Knollensellerie, um dem Püree eine neue geschmackliche Nuance zu verleihen.
- Wenn nicht genug Milch vorhanden ist, können Sie 150 ml Milch und 150 ml Wasser verwenden. Die 150 ml Sahne in der Füllung jedoch unbedingt beibehalten – sie ist unverzichtbar.
- Eine Prise Muskatnuss im Kartoffelpüree sorgt für eine wärmende, aromatische Note.
- Für eine noch reichhaltigere Variante ein paar kleine Stücke Hartkäse in die Hähnchen-Lauch-Füllung geben, bevor das Püree darüber kommt.
- Wer eine leichtere Version bevorzugt, kann etwas weniger Käse auf die Oberfläche geben – aber niemals sämtliches Fett weglassen, sonst trocknet der Auflauf beim Aufwärmen aus.
Dieser Hachis Parmentier mit Hähnchen und Lauch gehört zu jenen Gerichten, über die man sich freut, wenn man sie am nächsten Tag im Kühlschrank entdeckt. Einmal zubereitet, hat man eine vollwertige Hausmannskost für einen weiteren Tag. Und das Beste daran: aufgewärmt schmeckt er noch besser. Warum also darauf verzichten?













