Zutaten (für etwa 50 Krapfen — 8 Personen)
Wer kennt das nicht: Diese Karnevalskrapfen duften so verführerisch, dass man glaubt, sie kämen direkt aus der Konditorei. Laurent Mariottes Rezept ist unkompliziert, großzügig und steckt voller praktischer Kniffe. Folgt dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung und bereitet einen riesigen Berg goldener Bugnes zum Teilen zu.
- 100 g weiche Süßrahmbutter
- Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone, fein gerieben
- 250 g Weizenmehl
- 1 Prise Zucker
- 1/4 Päckchen Backpulver (2 bis 3 g)
- 2 Eier
- 1 TL Orangenblütenwasser
- Puderzucker zum Bestäuben
- 1 Liter Sonnenblumenöl zum Frittieren
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
1. Den Teig vorbereiten
Die Butter mindestens 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Sie soll weich sein, fast cremig. Beim Abreiben der Zitrone nur den farbigen Teil verwenden — die weiße Innenschicht gibt dem Teig eine unangenehme Bitternote.
In einer großen Rührschüssel Mehl, die Prise Zucker und das Backpulver vermengen. Die Eier nacheinander einarbeiten und nach jedem Ei gründlich rühren. Anschließend Butter, Zitronenabrieb und Orangenblütenwasser hinzufügen. Den Teig so lange kneten, bis eine glatte, geschmeidige Kugel entsteht. Klebt der Teig, einfach einen Esslöffel Mehl dazugeben — nicht mehr.
2. Ruhezeit im Kühlschrank
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und mindestens eine Stunde kalt stellen. Am besten über Nacht — das entspannt das Gluten spürbar. So lässt sich der Teig später viel leichter ausrollen und behält beim Frittieren seine Form deutlich besser.
3. Ausrollen und Formen
Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig sehr dünn ausrollen — auf etwa 2 mm Stärke. Genau diese Feinheit macht die Krapfen schön knusprig und luftig leicht.
Rechtecke von ungefähr 10 × 5 cm ausschneiden. In die Mitte jedes Rechtecks einen etwa 3 cm langen Schlitz schneiden. Ein Ende des Teigstücks durch diesen Schlitz ziehen, um die typische Bugnes-Schleife zu formen. Die fertig geformten Krapfen ohne Überlappung auf eine bemehlte Platte legen.
4. Frittieren
Das Öl in einem tiefen Topf oder einer Fritteuse auf etwa 180 °C erhitzen. Wer kein Thermometer hat, gibt einfach ein kleines Teigstück ins Öl — es sollte zügig aufsteigen und kleine Bläschen bilden, ohne sofort dunkel zu werden.
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Die Krapfen in kleinen Mengen ins heiße Öl geben. Sie blähen sich leicht auf und nehmen binnen weniger Minuten eine goldene Farbe an. Wenden, damit beide Seiten gleichmäßig bräunen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm mit Puderzucker bestäuben.
Serviervorschläge und kreative Variationen
Diese Karnevalskrapfen schmecken lauwarm oder bei Zimmertemperatur am besten. Sie bleiben für mehrere Stunden knusprig. Einfach auf einem großen Tablett anrichten — und schon kann die Feier losgehen.
- Für eine fruchtig-säuerliche Note: Himbeer- oder Erdbeersoße dazu reichen.
- Für einen exotischen Twist: Ein Mango-Maracuja-Coulis passt hervorragend.
- Für Kinder: Flüssiger Honig oder Nuss-Nougat-Creme zum Dippen anbieten.
Jeder Gast kann seine Portion ganz nach Geschmack anpassen. Das macht das Ganze spielerisch und gesellig zugleich.
Praktische Tipps für perfekte Krapfen
- Die Butter muss wirklich weich sein, bevor es losgeht.
- Nur den farbigen Teil der Zitrone abreiben, um Bitterkeit zu vermeiden.
- Die Kühlzeit unbedingt einhalten — sie verändert die Textur grundlegend.
- Den Teig sehr dünn ausrollen für leichte, knusprige Ergebnisse.
- Das Öl heiß, aber nicht rauchend halten und die Temperatur regelmäßig prüfen.
- Immer nur kleine Mengen frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt.
- Gut abtropfen lassen und den Puderzucker aufstreuen, solange die Krapfen noch warm sind.
Aufbewahrung
Am besten schmecken die Krapfen noch am selben Tag. In einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur halten sie sich bis zu 24 Stunden. Sie verlieren etwas von ihrer Knusprigkeit, bleiben aber dennoch sehr genussvoll.
Mit diesen einfachen Handgriffen entstehen Bugnes, die herrlich nach Orangenblüte und Zitrone duften. Ein warmherziges Rezept von Laurent Mariotte — leicht umsetzbar zu Fasching oder als Nachmittagssnack, der alle begeistert.













