Eier: Im Februar genauso viele Code-2- wie Code-3-Eier produziert

Die wichtigsten Zahlen aus dem Februar

Überraschend, aber wahr: Die französische Eierproduktion wächst weiter. Laut Agreste stieg die Gesamtproduktion im Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 % – ein deutlicher Anstieg, der sich über mehrere Kategorien hinweg bemerkbar macht.

Die Produktion von Käfigeiern ging leicht zurück und erreichte im Februar 330 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders auffällig: Im Februar wurden gleich viele Code-2-Eier wie Code-3-Eier produziert. Die Code-2-Eier verzeichneten dabei einen starken Anstieg von 13,3 % gegenüber Februar 2025.

Die mengenmäßig stärkste Kategorie bleibt nach wie vor die der Code-1-Eier mit 670 Millionen Einheiten – ein Plus von 2,6 % im Jahresvergleich. Diese Zahlen zeichnen ein klares Bild: Der Markt verschiebt sich zwischen den verschiedenen Haltungsformen.

Was bedeuten diese Codes – und warum verändert sich gerade so viel?

Die Ziffern auf der Eierschale geben Auskunft über die Haltungsform der Legehennen. Kurz zusammengefasst: Code 1 steht für Freilandhaltung, Code 2 für Bodenhaltung (ohne Käfig) und Code 3 für Käfighaltung. Diese Unterschiede wirken sich direkt auf Nachfrage und Preise aus.

Der Anstieg bei den Code-2-Eiern zeigt, dass Landwirte ihre Betriebe aktiv umrüsten. Sie reagieren damit auf eine wachsende Nachfrage von Händlern und Verbrauchern nach käfigfreien Alternativen. Dennoch bleibt die Käfigproduktion trotz leichter Rückgänge nach wie vor bedeutend.

Auswirkungen auf die Preise: Anhaltende Spannungen am Markt

Die Marktlage bleibt angespannt. Zum Stand des 17. März beschreiben Branchenakteure Versorgungsengpässe, insbesondere bei Alternativen zur Käfighaltung. Mit anderen Worten: Eier aus nicht konventionellen Haltungsformen sind nach wie vor schwer zu beschaffen.

Die Marktteilnehmer halten ihre Preise stabil – auf einem hohen Niveau, das Verbraucher im Supermarkt bereits wahrnehmen dürften. Diese Preissteifigkeit erklärt sich dadurch, dass das Angebot mit einer zunehmend auf Freiland- und Bodenhaltung ausgerichteten Nachfrage kaum Schritt halten kann.

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Was das für die gesamte Branche bedeutet

Im gesamten Jahr 2025 wurden 51,3 Millionen Junghennen in französische Legebetriebe eingestallt – ein erhebliches Plus von 10,3 % gegenüber 2024. Das zeigt deutlich: Die Landwirte investieren in die Erneuerung und Umstellung ihrer Bestände.

Dieser massive Zuwachs an Junghennen lässt für die Zukunft ein stärker auf Code 1 und Code 2 ausgerichtetes Angebot erwarten. Doch der Wandel braucht Zeit. Zwischen Stallmodernisierungen, gesundheitlichen Auflagen und Legezyklus vergehen mehrere Monate, bevor sich die Auswirkungen vollständig am Markt zeigen.

Was das für Ihren Einkauf bedeutet

Wer Eier kauft, muss aktuell mit zwei Realitäten rechnen: einem zeitweise reduzierten Angebot an Alternativprodukten und anhaltend hohen Preisen. Landwirte, die auf Code-2-Haltung umstellen, berichten häufig von deutlich gestiegenen Investitions- und Betriebskosten.

Für den Handel geht es darum, die Versorgung zu sichern, ohne die Verbraucherpreise übermäßig zu belasten. Für Sie als Konsument bedeutet das manchmal eine Abwägung zwischen Preis und Haltungsform – und bisweilen etwas mehr zu zahlen für eine Produktion, die als ethisch vertretbarer gilt.

Worauf Sie in den kommenden Monaten achten sollten

  • Die Entwicklung der Produktionsmengen bei Code 2 und Code 3 beobachten – die im Februar festgestellte Gleichverteilung kann sich rasch verschieben.
  • Die Regalpreise im Blick behalten: Solange die Spannungen anhalten, bleiben die Preise voraussichtlich hoch.
  • Investitionen in neue Stallanlagen verfolgen – sie geben Aufschluss darüber, wie sich das künftige Angebot entwickeln wird.

Kurz gesagt: Der Eiermarkt in Frankreich befindet sich im Wandel. Es lohnt sich, die Entwicklungen zu verfolgen und die eigene Kaufentscheidung bewusst zu treffen – ob nach Budget, Tierwohl oder regionaler Herkunft. Die nächsten Monate werden wegweisend sein.

Author

  • Sally Özcan ist eine der bekanntesten deutschen Creatorinnen im Bereich Kochen und Haushalt. Mit ihrem Projekt „Sallys Welt“ begeistert sie seit Jahren Millionen Menschen mit alltagstauglichen Rezepten, Küchen-Hacks und praktischen Tipps für ein gut organisiertes Zuhause. Als Redakteurin und Expertin liefert sie verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die man sofort umsetzen kann – von schnellen Ideen für den Alltag bis zu cleveren Tricks, die Zeit und Nerven sparen.

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